Frey Küchenzentrum — zur Startseite
Termin

Projekte · Stand: Februar 2026 · 5 Min. Lesezeit

Raumkonzept für Anna-Maria & Titos

Wie aus einer in die Jahre gekommenen Küche ein offener, warmer Lebensraum wird — ein Projekt von der ersten Skizze bis zur Insel mit gerundeten Wangen.

Anna-Maria und Titos wollten ihre Küche renovieren. Die alte Küche war in die Jahre gekommen — in der Funktion ebenso wie an den Oberflächen. Neben der reinen Erneuerung der Technik stand für die beiden aber ein zweiter, größerer Wunsch im Raum: Die Küche sollte moderner werden und vor allem wärmer und harmonischer wirken. Sie liegt offen zum Esszimmer hin, und genau deshalb ist ihre Ausstrahlung nicht nur eine Frage des Kochens, sondern die des ganzen Wohnbereichs.

Dieses Projekt zeigt gut, was ein Frey Raumkonzept-Projekt ausmacht: Nicht die einzelne Schrankfront entscheidet, sondern das Zusammenspiel von Boden, Fronten, Licht und Wegen im gesamten Raum. Wir haben Anna-Maria und Titos von der ersten Skizze bis in die laufende Realisierung begleitet.

Ein Frey Raumkonzept-Projekt beginnt im Raum, nicht am Reißbrett

Zum Start des Projekts haben wir Anna-Maria und Titos zuerst besucht — vor jedem Entwurf. Es geht darum, sich ein Bild zu machen und ein Gefühl für den Raum zu bekommen, damit sich die Wünsche der Bewohner richtig einordnen lassen: Was braucht der Raum, und was brauchen die Menschen, die darin leben?

Von Anfang an war klar, dass die Küche mehr sein sollte als ein funktionaler Ort. Stauraum für den Alltag mit Kindern, Platz zum gemeinsamen Kochen, Raum für das Essen mit Freunden — die Küche als Lebensraum, nicht nur als Arbeitsfläche.

Was wir in Kandel dazu raten: Nehmen Sie sich Zeit für den ersten Besuch vor Ort, bevor Sie über Fronten und Griffe sprechen. Wie ein Raum genutzt wird, wie das Licht einfällt, wie man sich darin bewegt — das lässt sich in keinem Katalog ablesen. Diese Beobachtung ist die eigentliche Grundlage jeder guten Planung.

Der Boden als größtes Möbelstück im Raum

Unser Weg führt von der Konzeption zu den Materialien — und das immer ganzheitlich. Wir legen eine Collage an, in der der Boden eine Rolle spielt und ebenso die Oberflächen für Arbeitsplatte und Fronten. Dabei zeigte sich etwas, das zunächst gar nicht auf der Wunschliste stand: Eigentlich störte der Boden die beiden. Die hellen Fliesen brachten nicht die Gemütlichkeit, die sich Anna-Maria und Titos für diesen Raum wünschten.

Der Boden lässt sich als das größte Möbelstück im Raum verstehen. Anna-Maria und Titos haben viele Fenster — großartig für den Lichteinfall und für helle Räume. Gerade deshalb ist es wichtig, dass der Boden eine natürliche und warme Ausstrahlung mitbringt. Ist das gegeben, braucht der Raum eigentlich gar nicht mehr viel, um als Lebensmittelpunkt die gewünschte Wärme auszustrahlen.

Die Entscheidung fiel auf einen neuen Bodenbelag in Holz. Und damit war eine zweite Frage schon beantwortet: Die Fronten der Küche brauchten kein Holz mehr. Lackiert oder mit einer hellen Oberfläche — das reicht dann, ist in der Pflege leichter und wirkt trotzdem sehr modern. So bleibt dem Raum seine Großzügigkeit, und das Ergebnis entspricht genau den Bedürfnissen der beiden.

Was wir in Kandel dazu raten: Fangen Sie bei einer Renovierung nicht bei den Küchenfronten an, sondern beim Boden. Er nimmt die größte Fläche ein und prägt die Stimmung des Raums stärker als jede einzelne Schranktür. Ist die Basis warm und stimmig, dürfen die übrigen Oberflächen ruhig zurückhaltender ausfallen.

Den Raum öffnen — und trotzdem gliedern

Was uns beim ersten Besuch sofort auffiel: Ein großer Raumteiler stand im Raum und verschloss ihn — jedenfalls für den Blick. Er verhinderte die Sicht zum Garten und ließ den Raum nicht als Ganzes erfassen. Dabei brauchen die Augen beim Betreten eines Raums Blickachsen, etwas zum Schauen, das sie führt, ohne sie zu überfordern.

Genau das wollten wir erreichen: mehr Offenheit in den Raum bringen. Gleichzeitig sollte die Küche als eigener Bereich lesbar bleiben — abgeschlossen durch die Insel — und der Essbereich als eigener Raum wahrnehmbar sein. Dazu kamen kürzere Wege und eine bessere Kommunikation zwischen den Bereichen.

Erreicht haben wir das, indem wir die große Wandscheibe entkernt haben. Seitdem hat man beim Betreten des Raums einen freien Durchblick auf die Kücheninsel und auf den Garten. Das hat den Raum spürbar erweitert und ein viel weiteres Gefühl geschaffen.

Was wir in Kandel dazu raten: Prüfen Sie bei einer offenen Küche zuerst, was den Blick blockiert. Oft ist es nicht die Küche selbst, sondern eine Wand oder ein Möbel, das eine Blickachse abschneidet. Eine Insel kann einen Bereich definieren, ohne ihn zuzumauern — sie gliedert und öffnet zugleich.

Vom geraden Purismus zu weicheren Formen

Als die Konzeption weitgehend stand — Oberflächen festgelegt, die Collage stimmig, mögliche Wandfarben und der Zusammenschluss mit dem Material von Esstisch und Stühlen bedacht —, stellte Titos eine Frage: Was genau sei eigentlich mit den „neuen Wünschen nach Rundung" gemeint, von denen die Rede war?

Der Hintergrund: Nach dem letzten Messebesuch zeichnet sich ab, dass sich die Küchengestaltung von der ganz puristischen, geradlinigen Ausrichtung wegbewegt — hin zu weicheren Formen. Nicht nur bei den Materialien, mit Holz und gedeckteren, pudrigen Farben, mit leichten Grautönungen. Auch die Formen selbst werden gerundeter und damit weicher.

Diesen Gedanken haben wir zum Schluss aufgegriffen und das Projekt gewissermaßen für die Zukunft in die Weichheit geführt: Die Insel bekam gerundete Wangen als Abschluss. Jetzt läuft man schön auf die Insel zu, alles hat eine weiche Ausführung. Das bricht mit den starren, geraden Formen, macht den Raum lebendiger — und einfach schöner.

Was wir in Kandel dazu raten: Ihr persönlicher Stil ergibt sich aus vielen Kleinigkeiten — Materialien, Oberflächen, Wandfarben, Lichteinfall. Diese Details zusammen ergeben einen Stil, der nicht von Trends abhängt, sondern zu Ihnen passt. Eine gerundete Kante ist deshalb kein modisches Beiwerk, sondern eine Entscheidung darüber, wie sich ein Raum anfühlen soll.

Die feinen Details: eine Kaffeebar für den Essbereich

Inzwischen ist das Projekt in der Realisierung. Der Boden kommt hinein — und man merkt schon, was das ausmacht. Jetzt folgen die feinen Details.

Ergänzt haben wir eine Kaffeebar, die dem Essbereich zugeordnet ist. Auch hier haben wir die Wärme aufgegriffen, mit einem Holzrahmen. Zugleich bleibt die Funktion gewahrt: Die Kaffeebar lässt sich dort gut nutzen, auch wenn einmal ein paar Wassertropfen fallen. Und in der Küche selbst bleiben die Arbeitsflächen weitgehend frei — zum Zubereiten und Vorbereiten oder auch einmal für ein Buffet.

Was wir in Kandel dazu raten: Eine zusätzliche Funktionszone wie eine Kaffeebar entlastet die eigentliche Küche. Ordnen Sie solche Nebenstationen dort an, wo sie im Alltag gebraucht werden — nah am Essbereich statt mitten in der Kochzone. So bleiben die Arbeitsflächen frei für das, was in der Küche wirklich passiert.

Häufige Fragen

Was ist ein Frey Raumkonzept-Projekt genau?
Statt einzelner Möbel planen wir den Raum als Ganzes: Boden, Fronten, Arbeitsplatte, Licht, Wege und die angrenzenden Bereiche. Wir beginnen mit einem Besuch vor Ort, arbeiten uns über eine Material-Collage zur Gesamtwirkung vor und begleiten das Projekt bis in die Umsetzung. Beratung und Ausstellung finden bei uns in Kandel statt.

Womit sollte ich anfangen, wenn ich meine Küche renovieren möchte?
Betrachten Sie den Raum ganzheitlich. Ist es ein abgeschlossener Küchenbereich oder geht der Raum in andere Bereiche über? Welche Materialien sind im Haus bereits vorhanden, und soll Ihr bisheriger Stil erhalten oder verändert werden? Oft lohnt es sich, zuerst über den Boden nachzudenken, weil er die größte Fläche prägt.

Warum ist der Boden bei der Küchenplanung so wichtig?
Der Boden lässt sich als das größte Möbelstück im Raum verstehen. Gerade in hellen Räumen mit viel Fensterfläche entscheidet seine Ausstrahlung darüber, ob ein Raum warm oder kühl wirkt. Ein warmer Boden trägt die Stimmung, sodass die übrigen Oberflächen zurückhaltender sein dürfen.

Wie öffne ich eine Küche, ohne dass sie in den Wohnraum ausfranst?
Über die Gliederung. Eine Insel kann die Küche als eigenen Bereich definieren, während der Blick frei bleibt — etwa zum Garten. Entscheidend sind die Blickachsen: Der Raum soll beim Betreten etwas zum Schauen bieten, ohne zu überfordern. Manchmal genügt es, eine blockierende Wandscheibe zu entkernen.

Redaktion Frey · Stand: Februar 2026

Trends sind Ideen. Sprechen wir über Ihre Küche.

Ob Farbe, Front oder ganzer Grundriss — am besten klärt sich das im Gespräch. Kommen Sie in die Ausstellung nach Kandel, mit Zeit und Skizzenpapier.